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Rückblick ins Jahr 2019



90 Jahre Ortsgruppe Steinbach


ein Grund zum Feiern, aber auch ein Grund, die wichtigsten Ereignisse im Vereinsleben der Ortsgruppe Revue passieren zu lassen.

Die Ortsgruppe Steinbach wurde am 28.2.1929 in der ehemaligen Gastwirtschaft Heinrich Ott in Steinbach gegründet, wobei die Ortsgruppe Naila die Patenschaft übernahm. Als Obmann der neu gegründeten Ortsgruppe wurde Lehrer Georg Lorenz gewählt, ihm zur Seite standen Heinrich Gebelein als Kassier, Heinrich Weinhardt als Schriftführer sowie Johann Zahn und Johann Hagen als Rechnungsprüfer. 

Wegen dienstlicher Versetzung von Lehrer Georg Lorenz musste schon im April 1929 ein neuer Obmann gefunden werden.  

Johann Hagen wurde in geheimer Wahl zum Obmann der Ortsgruppe bestimmt. Dieser legte mit seinen Getreuen gleich richtig los. Es wurden Ruhebänke aufgestellt, die ersten Wanderwege markiert, Wanderungen durchgeführt und Ende Juni 1929 hielt die Ortsgruppe bereits ein Bergfest auf dem Langesbühl ab. Schon im Gründungsjahr zählte die Ortsgruppe 49 Mitglieder.

Im Jahre 1931 wurde dann Heinrich Weinhardt neuer Obmann der Ortsgruppe, gleichzeitig versah er das Amt des Schriftführers. Die Aufzeichnungen belegen, dass der Obmann viele gute Ideen für den Verein hatte – leider machte ihm die damalige Zeit einen dicken Strich durch seine Rechnung. Durch die große Arbeitslosigkeit verringerte sich die Mitgliederzahl immer mehr. Im Jahr 1935 gaben die noch verbliebenen 24 Mitglieder ihre Bemühungen auf, das Vereinsleben in der Ortsgruppe aufrecht zu erhalten.  

Nach dem 2. Weltkrieg versuchten einige Wanderfreunde, die Ortsgruppe neu zu beleben, wobei hier die ersten Aufzeichnungen dazu aus dem Jahr 1949 zu finden sind. Es dauerte aber bis zum 28. Juli 1951, bis sich dieser Wunsch erfüllte. Christian Lang wurde zum Obmann gewählt. Unter seiner Führung wurden sofort wieder neue Bänke aufgestellt, geschnitzte, farbige Wanderwegweiser angebracht und Pläne für ein Aussichtshäuschen auf dem Langesbühl geschmiedet. Dieser Traum wurde 1953 Wirklichkeit. Durch viele freiwillige Arbeitsstunden, Materialspenden usw. konnten die Ausgaben in einem vernünftigen Rahmen gehalten werden.  

1954 wurde auf dem Langesbühl zum 25-jährigen Jubiläum der Ortsgruppe am neu errichteten Aussichtshäuschen ein Bergfest gefeiert. Der Mitgliederstand der Ortsgruppe war nun schon auf 108 Personen angewachsen.

Noch im gleichen Jahr gründete Lehrer Hans Braune eine Jugendgruppe, welche er bis zu seiner dienstlichen Versetzung als Lehrer im Jahr 1960 überaus erfolgreich führte.

Im Jahre 1956 wurde mit dem Bau des ersten Jugendheimes begonnen, welches im Jahre 1957 fertig gestellt wurde. Dieser Heimbau war ein finanzieller Kraftakt, der nur mit viel Eigenleistung und Sachspenden zu schaffen war. Viele Verhandlungen waren im Vorfeld wegen der Platzfrage und dem Bauplan notwendig, bis dann Wanderfreund David Lang seinen schön gelegenen „Bühl“ am Ortseingang zur Verfügung stellte. Die Einweihung am 18. August 1957 wurde mit einem großen Fest gefeiert. Ein stattlicher Festzug, voran die Blaskapelle Geroldsgrün mit schneidiger Marschmusik, zog durchs Dorf. Eine Mädelgruppe in schmucker Tracht sowie die zahlreichen Orts- und Jugendgruppen mit ihren Wimpeln boten einen farbenprächtigen Anblick.

Das Aussichtshäuschen auf dem Langesbühl musste im Jahr 1958 wieder abgebaut werden, da im Zuge des Aufbaues einer neuen Wasserversorgung für Steinbach am Langesbühl ein Hochbehälter mit Aussichtsturm entstand. An den Einweihungsfeierlichkeiten war die Orts- und Jugendgruppe aktiv beteiligt. Den Besuchern wird dieser Abend allerdings unvergessen geblieben sein, da ein aufziehender Gewittersturm dem Fest ein jähes Ende bereitete und dabei auch das Festzelt zerfetzt wurde.

Ein weiteres großes Heimatfest am Wanderheim fand im Jahr 1960 statt.

Im Jahr 1966 musste ein neuer Obmann gefunden werden, der den Verein durch eine nicht ganz einfache Zeit führen sollte. Die Wahl fiel auf Helmut Wirth, der zusammen mit seiner Obmannschaft die Herausforderung annahm und sich hervorragend bewährt hat. Er aktivierte das Vereinsleben wieder deutlich und so wurden u.a. auch freundschaftliche Bande zu anderen Ortsgruppen geknüpft, um gemeinsam im Sinne des Frankenwaldvereine zusammenzuarbeiten. Auch die bewährte Jugendarbeit erfuhr nach Hans Braune mit Heinrich Zahn und anschließend Hans-Jürgen Dietrich eine Fortsetzung. Beide taten dies mit viel Begeisterung und Geschick, die Jugend wurde zur tragenden Säule des Vereins.

In die Amtszeit von Helmuth Wirth fiel als Höhepunkt das 40-jährige Jubiläum der Ortsgruppe, welches im Juni 1969 mit einem großen Fest am Wanderheim gefeiert wurde. Für seine großen Verdienste um den Frankenwaldverein wurde Helmut Wirth im Jahre 1991 zum Ehrenobmann ernannt.

Nachfolger wurde im Jahr 1973 Hans-Jürgen Dietrich. Unter seiner Führung wurde der Umbau und Erweiterung des Jugend- und Wanderheimes in Angriff genommen. Viele freiwillige Helfer, allen voran Heinz Lang (hier in Steinbach der „Veit-Heinz“), verbrachten ihre Freizeit beim Frankenwaldverein – über 2000 freiwillige und unentgeltliche Arbeitsstunden wurden geleistet. Somit entstand innerhalb kürzester Bauzeit ein schmuckes Jugend- und Wanderheim. Zusätzlich wurde ein Aussichtspunkt an der Lorenzruh erstellt.

Ein weiterer Höhepunkt in Dietrichs Amtszeit war das 50-jährige Jubiläumsfest. An drei Tagen im Juli 1979 war im Festzelt am Jugend- und Wanderheim Hochbetrieb. Den zahlreichen Zuschauern bot sich ein farbenprächtiges Bild, als 25 Vereine mit der Blaskapelle Geroldsgrün und dem Spielmannszug Nordhalben durch die Ortschaft zogen. Die Mitgliederzahl wuchs ständig – beim Jubiläumsfest konnte das 250. Mitglied vorgestellt werden. Diesem Fest ist es zu verdanken, dass wir hier heute 38 Mitglieder für ihre Treue zur Ortsgruppe ehren können, die 1979 eingetreten sind.

„FWV – Ortsgruppe Steinbach weihte anlässlich Sternwanderung Jugend- und Wanderheim ein – „ so titelte ein großer Zeitungsbericht. Erstmals wurde eine Sternwanderung an unsere Ortsgruppe vergeben – dieses Großereignis führte Wanderer aus 56 Ortsgruppen und viele Prominente am 15. Mai 1980 nach Steinbach. Landrat Ewald Zuber beglückwünschte die Ortsgruppe zu dem großartigen Werk des Jugend- und Wanderheimes, welches ein Schmuckstück für den ganzen Ort ist.

Hauptvorsitzender Adolf Thumser stellte mit Freude fest, dass fast alle Ortsgruppen des Frankenwaldvereins dem Ruf folgten, an der Himmelfahrtswanderung teilzunehmen, um das schmucke Heim der Steinbacher zu besichtigen.

Im Jahr 1981 musste Hans-Jürgen Dietrich aus beruflichen Gründen seine erfolgreiche Tätigkeit als Obmann aufgeben. Als Nachfolger wurde Gerhard Lang gewählt.

Gleich nach seinem Amtsantritt wurde das Jugend- und Wanderheim mit einem Anbau versehen, die Außenanlagen neu gestaltet und eine Sitzgruppe aufgestellt. Zusätzlich wurde auf dem Gelände eine Gerätehütte erstellt. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Steinbach wurde ein Festzelt angeschafft, welches fortan den Feierlichkeiten der beiden Vereine ein „Dach über dem Kopf“ bescherte.

Ein großer Höhepunkt in der Amtszeit von Gerhard Lang war das 60. Jubiläum der Ortsgruppe im Jahre 1989, welches auch gebührend gefeiert wurde. Dabei bekannte der damalige Bürgermeister Helmut Hagen: „ Die Gemeinde Geroldsgrün ist froh, Vereine zu besitzen, die sich der Pflege des Heimatgutes widmen und die besonderen Wert auf die Förderung der Jugendarbeit legen.“ Auch die Mitgliederzahl wuchs weiter – beim Jubiläumsfest wurde das 300. Mitglied vorgestellt.

Im Jahre 1993 ergab sich eine Veränderung bezüglich der Organisationsstruktur für die Ortsgruppe. Bei der Jahreshauptversammlung wurde die Gründung eines eingetragenen Vereins und gleichzeitig eine Vereinssatzung beschlossen – der Frankenwaldverein Ortsgruppe Steinbach e.V. ist ab diesem Zeitpunkt ein rechtsfähiger Verein.

Ein lang gehegter Wunsch ging 1995 in Erfüllung. Die neue Wandertafel – ein wahres Schmuckstück, so titelte die Tageszeitung, wurde am 30. August am Dorfplatz eingeweiht.

Nur ein paar Tage später – am 10. September 1995 – gab es ein weiteres großes Ereignis in der Geschichte der Ortsgruppe. Ziel der Herbststernwanderung des Hauptvereins war Steinbach – und über 1.200 Wanderer kamen. Ein schöner Lohn für die monatelangen, arbeitsintensiven Vorbereitungen.

„Gemeinsamkeit wird hier großgeschrieben“ – dieses Lob verteilte Hauptvorsitzender Robert Strobel aus Anlass des 70. Jubiläums der Ortsgruppe im Juli 1999. Beim Ehrenabend im vollbesetzten Festzelt freute sich Bürgermeister Helmut Hagen in seinem Grußwort, dass gerade in Zeiten knapper Kassen die Ortsgruppe Steinbach immer wieder öffentliche Aufgaben in ihrem Heimatort übernommen habe. Die vor wenigen Tagen an den Ortseingängen aufgestellten Begrüßungstafeln mit der Aufschrift „Grüß Gott in Steinbach“ als Jubiläumsgeschenk des Vereins an seine Bürger beweise diesen Gemeinsinn.

Gerhard Lang amtierte als Obmann 19 Jahre bis zum Jahr 2000 – bisher die längste Dienstzeit. Während dieser langen Zeit haben sich viele Aufgaben gestellt, die alle bravourös gemeistert wurden. Die älteren Vereinsmitglieder werden sich an zehn Mehrtagesfahrten mit dem Bus erinnern, die allen Teilnehmern in schöner Erinnerung bleiben werden. Viele Veranstaltungen – Sommerfeste, Hüttenabende, Wanderungen, nicht zu vergessen die vielen Arbeitseinsätze – erforderten ein hohes Maß an persönlichem Einsatz. In Anerkennung dieser Verdienste wurde Gerhard Lang zum Ehrenobmann der Ortsgruppe Steinbach ernannt.

Als in der Jahreshauptversammlung im Jahr 2000 zunächst kein neuer Obmann gefunden werden konnte, übernahm Rainer Lang in einer zweiten Wahlversammlung die Führung der Ortsgruppe als Obmann. Rainer Lang gebührt großer Dank und Anerkennung, dass er sich in einer schwierigen Zeit der Herausforderung gestellt hat, die Ortsgruppe als Obmann zu leiten. Das war keine leichte Aufgabe, aber Rainer Lang meisterte diese Führungsaufgabe bravourös.  

Unter der Führung von Rainer Lang wurden auch viele Baumaßnahmen angegangen, um das Jugend- und Wanderheim zu modernisieren und es in seinen Nutzungsmöglichkeiten kontinuierlich aufzuwerten.

So wurde im Jahr 2005 der Einbau eines Sanitärbereiches mit Duschen und WC im Dachgeschoss in Angriff genommen, um so Übernachtungsgästen diesen Komfort im Wanderheim bieten zu können, die sonst immer zum Duschen in das VfR-Sportheim ausweichen mussten.

Im Jahr 2009 wurde durch den Einbau neuer Außentüren und Fenster ein wesentlicher Beitrag in der energetischen Sanierung des Wanderheimes geleistet.

Die WC-Anlagen im Erdgeschoss wurden im Jahr 2011 auf den neuesten Stand gebracht.

Als größere Renovierungsmaßnahme wurde im Jahr 2014 schließlich noch der gesamte Küchen- und Thekenbereich vollständig modernisiert, so dass man bei eigenen Veranstaltungen und für Übernachtungsgäste hier eine moderne Einrichtung anbieten kann.

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass hier neben Eigenmittel der Ortsgruppe auch Zuwendungen durch die Gemeinde Geroldsgrün, Kreisjugendring und Oberfrankenstiftung eingebracht werden konnten, die damit unsere Jugendarbeit in dankenswerter unterstützen.

Man kann als Ortsgruppe stolz sein, über ein solches Jugend- und Wanderheim zu verfügen, das Eigentum der Gemeinde Geroldsgrün ist, aber die Ortsgruppe völlig freie Hand hat, diese Einrichtung satzungsgemäß zu gestalten und zu nutzen.

Ab dem Jahr 2008 werden unter der Federführung von Armin Drechsel auch speziell für Senioren zugeschnittene Wanderungen angeboten, die in der Regel Donnerstagnachmittag einmal monatlich stattfinden.

Erwähnt werden muss auch, dass im Jahr 2011 wieder eine Jugendgruppe mit Michael Zintl als Jugendleiter ins Leben gerufen werden konnte, nachdem hier seit 1998 keine Vereinsaktivitäten mehr bestanden haben. Im Jahr 2013 hat Anita Rank die Funktion der Jugendleiterin übernommen und ist hier bis heute sehr erfolgreich tätig.

Nach dem Tod von Hilde Oelschlegel, der sehr geschätzten Wirtin unseres Vereinslokals wurde überlegt, zumindest einmal im Monat das Jugend- und Wanderheim als dörflichen Treffpunkt zu öffnen. Im Herbst 2017 wurden dann die sogenannten „Haisla-Abende“ gestartet, die jeweils am ersten Mittwoch des Monats nun einen festen Bestandteil im dörflichen Leben darstellen.

Zu erwähnen ist auch, dass die Vermietung unseres Jugend- und Wanderheimes im Laufe eines Jahres viel Engagement erfordert, aber damit auch Einnahmen generiert werden, die zur Unterhaltung dringend gebraucht werden.

Zum Ende meines Rückblickes kommend, möchte ich auch kurz ausführen, welche aktuelle Aktivitäten in Laufe eines Jahres das Vereinsleben prägen. Vier Festveranstaltungen mit dem Kaffeekränzchen nach der Jahreshauptversammlung, Maibaumaufstellen, Sommerfest und Jahresschlussfeier sind fester Bestandteil in unserem Veranstaltungskalender. Dazu kommen noch ca. 10 Seniorenwanderungen, 5 Familienwanderungen, 12 Jugendveranstaltungen und noch ca. 10 „Haisla“-Abende.  

Natürlich ist die Ortsgruppe aktiv bei Projekten des Hauptvereines immer mit beteiligt. Mit Instandhaltung Wegenetz und Markierungsarbeiten leistet man u.a. auch einen Beitrag zur Zertifizierung des Frankenwaldes als Wanderregion.

Seit dem Jahr 2018 führe nun ich (Markus Richter) als Obmann die Geschicke der Ortsgruppe.

Dabei kann ich mich, wie in der Vergangenheit schon immer in der Ortsgruppe üblich, auf zahlreiche freiwillige Helfer aus Obmannschaft und Vereinsmitgliedern stützen, ohne die die enormen Leistungen dieses Vereins nicht möglich wären. Diesen treuen Mitgliedern und Helfern gebührt mein besonderer Dank. Es ist aus Zeitgründen leider nicht möglich, jeden Einzelnen zu nennen – darum nochmals ein herzliches Dankeschön an allen, die sich mit viel Herzblut für die Ortsgruppe engagieren.




Ansprache des 1. Obmann
Markus Richter

Ansprache des 1.Bürgermeisters
Helmut Oelschlegel

Grußworte des Hauptvorsitzenden
des Frankenwaldvereins
Dieter Frank

Grußworte des Landrates
Dr. Oliver Bär

Geehrte Mitglieder 2019





Senioren

Unsere Seniorenwanderer eröffneten die Wandersaison am 25. Januar mit einer Wanderung mit Ausgangspunkt Schwarzenbach a.W.Die 19 Wanderer konnten bei schönem Wetter auf dem Fuß- und Radweg (ehem. Bahnstrecke) an Döbrastecken vorbei, über Poppengrün zum Bärenhäusle und wieder zurück nach Schwarzenbach wandern. Die Einkehr erfolgte nach 8 Kilometern in der Gaststätte Rank Göhren, wo Juniorwirt Jürgen die Wanderer mit volksmusikalischer Unterhaltung bei bester Laune hielt.

Die zweite Wanderung am 21. Februar führte von der Adelskammer (Carsgrün) zur "schönen Aussicht" weiter über Mordlau nach Lichtenberg und wieder zurück über Zeitelwaidt, Mordlau zum Ausgangspunkt. Hier waren 25 Wanderer unterwegs, die 8 km Wanderstrecke zurück legten. Die Einkehr erfolgte natürlich in der Adelskammer, wo die Wanderer eine hervorragend schmeckende Brotzeit erwartete.